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Mera Luna Festival 2010

 
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Bazooka
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BeitragVerfasst am: 25.08.2010, 02:46    Titel: Mera Luna Festival 2010 Antworten mit Zitat

Mera Luna Festival 2010

7. und 8. August 2010 in Hildesheim

Beim Mera Luna Festival 2010 blieben für mich trotz zahlreicher "neuer" Bands die Highlights dünn gesät. Meine Top-Bands der tatsächlich mitgenommen waren Faith And The Muse, Ambassador 21, Colony 5 und die Editors. Mit einigen Abstrichen in der Begeisterung folgen Nitzer Ebb, Leandra, Brendan Perry, Laibach und Amduscia, die immerhin positiven Eindruck hinterlassen haben.

Viele schon lange etablierte Bands, wie Zeraphine, In Extremo oder Rabenschrey die mir noch vor Jahren gefallen hätten oder haben, konnten mich aber auch dieses Mal nicht mehr richtig begeistern und waren mir allenfalls ein "ganz nett" wert. Ganz ähnliches habe ich schon vor 3 Jahren in meinem Bericht geschrieben. Manches, wie Punish Yourself war zwar neu, aber letztlich doch nicht so ganz mein Fall. Und meine Kritik zum letzten Sisters of Mercy Auftritt von 2005 kann ich dieses Mal auch wortwörtlich wiedergeben. Andere Bands wie Skinny Puppy, Combichrist oder Rotersand, die ich eigentlich gerne gesehen hätte, sind zur besten Zeit im Hangar aufgetreten, dessen Eingang trotz neuer Ein-Auslass-Regelung schnell verstopft war. Wieder andere Bands wie Angelspit habe ich erst völlig misachtet, um dann beim letzten Lied festzustellen, dass mir wahrscheinlich sogar der ganze Auftritt gefallen hätte, wenn ich mir diesen doch nur von Anfang an angesehen hätte. Andere Bands habe ich gar nicht gesehen und dabei vielleicht doch den heimlichen Headliner des Festivals verpasst?



Da dieses Jahr kein Infostand von Radio Tonkuhle zu betreuen war, blieb immerhin wieder mehr Zeit, um Bands in Ruhe anzusehen oder das Drumherum zu genießen. Sehr positiv sind die mittlerweile fest etablierten offenen "Bierzelte" zu erwähnen, in denen man fast immer einen Sitzplatz für eine kurze Pause finden konnte. Dafür waren diese allerdings auch sämtlich so aufgestellt, dass man die Bühne nicht sehen konnte, was wiederum sichergestellt hat, dass niemand zu lange sitzen blieb. Und auch der Mittelaltermarkt zwischen Zeltplatz und Innengelände war einen Ausflug wert. Nur die kleinen Verkaufsstände wirkten dezimiert und einige freie Flächen erweckten den Eindruck, dass da eigentlich mehr geplant war.



Samstag

Einer der ganz frühen Auftritte des Samstags und ein erster Höhepunkt war der von Leandra im Hangar. Ophelia Dax, die Keyboarderin der Band Jesus on Extasy präsentierte ihr Soloprogramm mit E-Piano und teilweise von Schlagzeug und Gitarre begleitet. Streckenweise erinnte mich die düstere Musik und der eindringliche Gesang an die Solowerke der ehemaligen Christian Death Sängerin Gitane Demone. Beeindruckend!



Nach Leandra war Faith and The Muse mein zweites Festivalheighlight am Samstag. Bemerkenswert war die groß angelegte Show mit zeitweise drei Trommlern und vielen Instrumenten auf der Bühne. Dazu kam ein bombastischer Sound und die schillernd bunte Kostümierung von Sängerin Monica Richards. Ohr und Auge waren hier gleichermaßen begeistert.



Ähnliche Begeisterung konnte anschließend auch der ehemalige Dead Can Dance Musiker Brendan Perry mit seinem Auftritt bei mir auslösen, allein schon durch seine unvergleichliche Stimme und tolle eingängige Songs.



Gespannt war ich auch auf Laibach, die meiner Erinnerung nach bislang noch nie auf dem Mera Luna Festival zu sehen waren. Die Show wirkte zwar etwas spröde, war aber letztlich genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.



Auch auf den Auftritt von Niter Ebb war ich besonders gespannt, da das Konzert auf dem Mera Luna von vor 4 Jahren zu meinen besten Festivalerinnerungen zählt. Leider wiederholen sich große Momente nicht zwangsläufig und so wollte im ersten Teil des Auftritts, bei dem hauptsächlich Songs vom neuen Album gespielt wurden, der Funke auch nicht überspringen und die Stimmung im Publikum blieb insgesamt verhalten. Bewegung kam erst bei den letzten 4 Stücken auf, als Klassiker wie Murderous oder Join In The Chant gespielt wurden, nur war der Auftritt dann viel zu schnell zu Ende. Douglas McCarthy ist als Frontmann und Sänger jedenfalls nachwievor beeindruckend und wie ein Raubtier unablässig auf der Bühne unterwegs.



Weiter ging es auf der Hauptbühne nach Nitzer Ebb mit Unheilig. Kaum dass Nitzer Ebb fertig waren, strömte mir bereits ein auffällig junges Publikum in Richtung Bühne entgegen um den neuen Star am Pophimmel zu sehen. In Anlehnung an den Titel des aktuellen Albums “Große Freiheit” war die Bühne mit einem gewaltigen Schiffsrumpf dekoriert, aber auch vielen Kerzen. Viel konnte ich mit der Musik von Unheilig noch nie anfangen, im Verlauf des Konzerts festigte sich jedoch die Erkenntnis, dass mir zumindest im Vergleich die älteren Stücke wie "Ich will alles" noch am besten gefallen, auf denen der Graf noch ordentlich gerockt und weniger geschlagert hat.


Während der Hangar zum Auftritt von Crematory mal wieder völlig überfüllt war, starteten auf der Hauptbühne The Sisters of Mercy das Finale des Festivalsamstags. Ihr Auftritt entsprach exakt denen von 2002 und 2005, extrem viel Nebel, die mehr als 20 Jahre alten Songs der ersten 3 Album und Andrew Eldritch im völlig ungotisch weißen Pulli, nachdem er seine Lederjacke abgelegt hatte. Meine auf tonstoerung.info nachzulesende Kritik aus dem Jahr 2005 kann ich somit wörtlich wiederholen. Ein uninteressantes und überflüssiges Revival ohne jeglichen neuen Aspekt. Bemerkenswert fand ich nur, dass sich für diesen Auftritt wieder erstaunlich viele Besucher vor der Bühne eingefunden hatten. Noch zieht die Legende also.



Sonntag

Der Sonntag startete erstmal mit einem Desaster. Eigentlich wollte ich doch Expatriate sehen, die erste Band des Sonntags. Doch zu spät auf den Weg gekommen, konnte ich sie nur beim Umrunden des Festivalgeländes hören. Als der Bühnebereich endlich erreicht war, war das kurze Konzert leider schon wieder zu Ende.

Weiter ging es auf der Hauptbühne mit The Other, im Horror-Outfit und mit entprechender Bühnen-Deko gut anzusehen, aber musikalisch nur bedingt mein Fall. Ganz nett aber leider auch schnell wieder vergessen.



Nach The Other lockte überlautes Dröhnen in den Hangar und meinem Empfinden nach waren Ambassador 21 aus Weißrussland die lauteste Band des ganzen Festivals, noch weit vor dem Hangar zu hören und drinnen selbst mit Gehörschutz auf Dauer schmerzhaft. Dennoch war dieser Auftritt für mich einer der Höhepunkte des Festivals! Zu diesem Zeitpunkt gefrustet von zu vielen Wiederholungen und uninspirierenden Konzerten, wurde der Frust einfach mit aller Macht von den beiden Energiebündeln weggebrüllt und -geballert. Das hat wirklich Spaß gemacht und war überaus erfrischend!



Punish Yourself waren mir völlig neu und haben sich in einem grellen neonfarbenen Comicfigurenoutfit auf der Bühne präsentiert. In Erinnerung geblieben ist noch, dass deren Tänzer mit einer Flex und einer Metallplatte vor dem Bauch den Sänger ordentlich mit Funken besprüht hat. Das sah jedoch eher albern aus, mehr nach Hulk als nach Supermann und im Ganzen wenig ansehnlich. Ein lediglich völlig hilfloser Versuch, optisch etwas zu bringen, was andere noch nicht gemacht haben. Dabei war die Musik gar nicht so schlecht, andererseits aber auch nicht wirklich mein Fall.



Sehr schön war hingegen wieder der Auftritt von Colony 5, die ich zuletzt beim WGT in Leipzig gesehen hatte. Ihre Show im Hangar war unspektakulär, aber die beiden Schweden sind auf der Bühne sehr sympathisch und die mit Videoclips untermalte Musik kam ausgesprochen gut an. Zumindest finde ich es jedes mal bemerkenswert, wenn das Publikum von sich aus die Songs mitklatscht und Jubel ausbricht, ohne das die Musiker dazu auffordern müssen. Genau das war bei Colony 5 der Fall und diese gute Stimmung war natürlich ansteckend. Ganz klar für mich einer der Höhepunkte des Festivals. Allerdings standen Colony 5 in Sachen Synthiepop ziemlich allein auf dem Festival und gerade davon hätte ich doch gerne etwas mehr gehört.

Der Auftritt von Amduscia war ganz nett, aber nicht wirklich bemerkenswert. Interessant oder eher irritierend fand ich allerdings, dass der Sänger zwar wie gewohnt mit heiser krächzender Stimme gesungen hat, jedoch Zwischenansagen selbst in den Stücken mit normaler ungewohnt tiefer Stimme gemacht hat. Das hat irgendwie nicht gepasst und war für mich befremdlich. Wenn, dann doch bitte alles heiser krächzen...

Die anschließenden Auftritte von Zeraphine, Saltatio Mortis und The 69 Eyes habe ich gesehen, ohne das jedoch erwähneswertes hängen geblieben wäre. Außer vielleicht Soundprobleme beim ersten Stück von Zeraphine.



Mit den Editors kam dann zum Glück ein weiterer Höhepunkt des Tages, bei dem alle meine Erwartungen erfüllt wurden. Tolle Musik und eine lebendige und ansehnliche Show in der auch ein Piano vorne auf der Bühne seinen Platz hatte. Endlich mal etwas neues auf dem Mera Luna, das zudem auch ganz nach meinem Geschmack war.




Bei In Extremo gab es immerhin wieder eine aufwändige Feuershow zu bewundern...



Bei Placebo als Headliner wurden dann nochmal alle Register in Sachen Show gezogen und die ganze Bühne wurde in gleißend helles Licht getaucht. Die Show der beiden Placebos beschränkte sich jedoch auf's Musik machen, mit der ich dann noch nicht genug anfangen konnte, um in Begeisterung zu verfallen. So ging das Festival für mich ohne weiteren Höhepunkt zu Ende.






(c) Björn Klapprott, Schwarzes Hildesheim, www.tonstoerung.info
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